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Im Juni des vergangenen Jahres nahmen wir zusammen mit
Teilnehmern aus den anderen Berliner Kreisvereinigungen an
einer von der Landesvereinigung der Senioren-Union Berlin
organisierten Busfahrt zum Mühlenmuseum nach Gifhorn teil.
So trafen sich 63 Senioren aus verschiedenen Bezirken Berlins
lange vor der Abfahrtzeit am Fehrbelliner Platz/Barstrasse.
Dort parkte auch der Reisebus der Fa. Bayern-Express, ein
großes gut klimatisiertes Fahrzeug mit insgesamt 78 Plätzen,
sowie mit einem Bord-WC. Nachdem auch unsere
Landesschatzmeisterin Frau Gebhardt
erschienen war, begrüßte uns der Reiseleiter der Fa. Bayern
Express, Herr Friedrich Herrmann, und stellte auch unseren
Fahrer, Herrn Manfred Bloss, vor.
Außerdem nahmen auch der Landesvorsitzende und Initiator der
Reise, Herr Detlev Schmidt, mit Gattin sowie Herr Kurras,
Mitglied des Vorstandes, – und Herr Reuer, Redakteur der
Zeitung „Wir über 60“ an der Reise teil.
Um 08:10 h begann unsere Fahrt zum Mühlenmuseum nach Gifhorn.
Wir rollten über die Avus, Autobahn bis zur Magdeburger Börde
und machten dort 09:50 h eine Pause, konnten uns dort etwas
die Beine vertreten und auch eine Kleinigkeit im Rasthaus
essen. Zum Trinken hatten wir im Reisebus ausreichend Vorrat,
von dem uns der Reiseleiter immer wieder angeboten hatte. Es
musste also niemand trotz der enormen Hitze verdursten.
Während der Fahrt war auf einem Bildschirm das
Navigationssystem eingeschaltet, wodurch der Routenverlauf gut
sichtbar zu erkennen war. Eine interessante Einrichtung.
Wir fuhren bei strahlend blauem Himmel durch eine reine
Bilderbuchlandschaft: Getreidefelder, die teilweise abgeerntet
waren, riesige Felder mit Sonnenblumen, saftige grüne Wiesen
und wunderschöne Wälder.
Böse Erinnerungen kamen auf, als wir die ehemalige Grenze bei
Marienborn überquerten. So mancher Senior wird sich hier wohl
an die unmenschlichen und langen Wartezeiten erinnern können
und auch an die Worte der VOPO: „Gänsefleisch...“, d..h. auf
gut Hochdeutsch: können Sie vielleicht die Koffer aufmachen!!
Aber trotzdem ging die Fahrt munter weiter. Wegen eines
vorangekündigten Staus lenkte der Fahrer unseren Bus bei der
Ausfahrt Wolfsburg auf die Strasse 248, unmittelbar an
Wolfsburg vorbei auf die Strasse 188. Wir erreichten unseren
Zielpunkt Gifhorn nach 240 km gegen 11:30 h vor dem Hotel
„Jägerhof“. Unsere müden Beine konnten wir wieder ausstrecken,
Im Lokal war für uns 63 Personen ein riesiger Raum eingedeckt.
Es gab für alle Reisende ein rustikales „Flößermahl“, ein
Steak mit Zwiebeln, Bratkartoffeln und Salatbeilagen.
Dazu wurden je Person ein „Moorwasser“ serviert. Das Getränk
sah auch so aus, schmeckte doch aber sehr gut nach
Jägermeister, also ein sogenannter „Fettverdünner“.
Und jetzt ... begann das große Ereignis, nämlich die
Flößerfahrt auf der Ise in Richtung Mühlenpark.
Die Ise ist nur ein Flüsschen, kein reißender Strom, an
manchen Stellen höchsten 5 m breit.
Zwei vorbereitete Flöße standen zur Verfügung, jeweils
angetrieben durch einen Elektromotor. An dichtem grün
bewachsenen Ufer vorbei, viele Libellen umschwirrten uns, aber
keine Mücken (!!!) bis wir nach einigen „Flusswindungen“ nun
den Mühlenpark sehen konnten.
Darüber zu schreiben, würde den Reisbericht sprengen. Nur
soviel: 3 Backsteinhäuser, 12 Originalmühlen und 50
funktionierende Mühlenmodelle waren bei einem Landgang zu
besichtigen. Dem Chronisten taten aber die Füße weh, er setzte
sich, auch wegen der enormen Sonnenbestrahlung in den Schatten
und freute sich, als alle Teilnehmer wieder zurückkamen.
Wieder im „Jägerhotel“, wo in einem großen Raum für uns eine
Kaffeetafel eingedeckt war, gab es reichlich Kaffee und auch
ein Torten/Kuchenbuffet (zum Selbstbedienen) Soweit sichtbar,
hat es wieder allen Senioren geschmeckt.
Während des Aufenthaltes im Mühlenpark war plötzlich ein
Ehepaar aus Wolfsburg bei uns. Es handelte sich um Frau Erika
Koegel aus Wolfsburg mit Ehemann, die als stellv. Vorsitzende
der Kreisvereinigung Wolfsburg der Senioren-Union aus unserem
Mitteilungsblatt von unserem Besuch gelesen hat und nun
persönlichen Kontakt mit uns herstellte. Es wurde ein sehr
ausführliches und nützliches Gespräch.
Jedes schöne Erlebnis hat einen Anfang und leider auch ein
Ende. Unser Ende war die Abreise gegen 17:00 h. Eine Fahrt
durch die Stadt Gifhorn – Schloß und Rathaus waren wegen
fehlender Parkmöglichkeiten nur in einer langsamen Vorbeifahrt
zu sehen-. 17:35h waren wir auf der Autobahn in Richtung
Heimat.
Genau 18:00 h passierten wir wieder die ehemalige
Schandgrenze, machten 18:35 h eine letzte Rast vor Berlin und
standen genau 20:00 h am Fehrbelliner Platz.
Damit ging eine prima Reise mit der Senioren-Union Berlin zu
Ende, nach allgemeiner Verabschiedung ging dann jeder seiner
Weg.
PS. Für die Leser, die evtl. nochmals oder überhaupt nach
Gifhorn fahren wollen ist hier die Anschrift des Hotels:
Morado-Hotel – Jägerhof, Bromer Strasse 4
38518 Gifhorn, ' 053 71/98 93 – 0
www.morada.de -- www.jaegerhof@morada.de
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